Popp: Anbau

Anbau

Kartoffeln werden in „Zeilen“ angebaut. Bei Kartoffeln sagt man üblicherweise nicht Anbauen, sondern „Legen“. Dies geschieht mit einer Legemaschine, die am Heck des Traktors angebaut ist. Bei uns vierreihig, das heißt mit 1x Fahren werden 4 Zeilen mit je 75cm Breite auf einmal gelegt. Somit ist diese Maschine 3m breit.

Man kann natürlich die Kartoffeln auch, wenn man es als Hobby betreibt, per Hand legen. Wichtig ist nur, dass die Zeilen hoch genug sind. Der Abstand zwischen den Knollen sollte ca. 30cm sein. Auf der Skizze kann man ungefähr sehen, wie tief man die Knollen in die Erde legt. Je tiefer, desto länger braucht die Kartoffelstaude um aus der Erde herauszuwachsen, und desto tiefer muss man dann auch in die Erde, wenn man die Knollen erntet. Je seichter, desto eher gibt es Ertragsverluste bei Trockenheit. Tiefer, als diese Skizze zeigt, sollte man sie jedoch nicht legen.

Bei schwerem Boden ist es wichtig, dass man die Kartoffeln im Frühjahr nicht zu früh legt, da der Boden sehr langsam austrocknet. Es soll nämlich beim Legen so trocken wie nur möglich sein, damit man beim Legen den Boden nicht verdichtet und unnötig Kluten bildet. Das wird einem bei der Ernte dann leid tun. Der Ertrag sinkt nämlich drastisch, da der Boden dann keine Feuchtigkeit mehr halten kann, und somit das Wachstum von Anfang bis zum Ende gestört wird.

Bei schweren Böden ist es also ratsam, den Boden vor dem Legen so wenig wie möglich zu bearbeiten. Wie man es auf unseren Fotos sieht, bearbeiten wir den Boden, wenn es geht, überhaupt nicht vorher. Es werden nur vor dem Traktor schon die Zeilen gemacht, damit der Traktor schon in den Zeilen fährt, und nicht die Erde zum Legen verwendet wird, auf die er vorher fährt.

Die Frühkartoffeln werden in Kleinkisten warmgestellt und vorgekeimt. Diese werden dann mit einer halbautomatischen Legemaschine aus alten Zeiten gelegt, damit der Keim nicht abbricht. Nur so ist es in unserem Gebiet möglich, Kartoffeln schon Ende Juni zu ernten.

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